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Haben Sie es auch schon bemerkt? Die Versender machen verstärkt in Möbel. Und ihr Umsatz im Bereich Möbelversand steigt.

Emnid sah sich veranlasst (oder wurde veranlasst?), das näher zu untersuchen und startete eine Verbraucherbefragung. Es kam heraus, dass 35,5% der Verbraucher irgendwann in der Vergangenheit schon einmal Möbel bei einem Versender gekauft haben. Jedoch nur 4,7% wollen das in nächster Zukunft tun. Immerhin, für weitere Umsatzsteigerungen beim Möbelversand dürfte das wohl reichen.

Wer sich seine Möbel von Otto, Neckermann oder einem anderen Versender schicken lässt, der weiß, dass er bestimmte Rechte hat, sie wieder zurückzugeben. Trotzdem: Ist es nicht so, dass er die Katze im Sack kauft?

Schatten

Das wäre weniger der Fall, wenn die Versender offenbaren würden, wer die Möbel für sie produziert hat. Dann könnte der Käufer nämlich vor dem Kauf die Qualität einigermaßen beurteilen und auch die Preise echt vergleichen. Dabei käme sicher oft Überraschendes zutage. Doch bisher lassen die Versender den Sack zu. Das könnte sich ändern, wenn die Möbelkunden, bevor sie bestellen, hartnäckig nach dem Hersteller fragen und sich verweigern, wenn sie keine Antwort erhalten.

Was Kaufverweigerung bedeutet, hat der klassische Möbelhandel in den letzten Monaten schmerzlich erfahren. Denn: „Der Verbraucher fängt an zu verstehen, dass er mit seinem Konsumverhalten die Macht besitzt, die ganze Kette von der Produktion bis zum Handel zu beeinflussen.“ (Forschungsteam Philips Design, Eindhoven).