Newsletterarchiv: Möbel-Tipps #49

WK Wohnen, Möbel Kabs, Möbelkauf im Internet, Versandhandel

Ausgabe November 2004 vom 02.11.04






1. Möbel verstauben im Laden: Warum kauft sie denn keiner?

2. Möbelkauf im Internet: Retour einfach so?

3. MÖBEL-TIPPS-Spotlight: WK Wohnen

4. MÖBEL-TIPPS-Leserecke:
4.1. Otto verrät keinen Hersteller
4.2. Reklamation

5. Neueröffnungen: Möbel Kabs Hamburg




1. Möbel verstauben im Laden: Warum kauft sie denn keiner?


Oft schon keimte in den letzten Jahren bei den Möblern die Hoffnung auf: "Endlich ist es so weit. Der Verbraucher hat wieder Lust auf Möbel!"

Nichts da. Auch diesmal nicht. Wer nicht unbedingt Möbel braucht, der kauft auch keine. Experten liefern am laufenden Band Erklärungen für die Kaufverweigerung. Hier einige Beispiele:

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) führt die Möbelflaute auf den rasanten Anstieg der Energiepreise zurück. Was man bei Heizöl und Benzin mehr bezahlen müsse, könne man zwangsläufig nur bei den langlebigen Gebrauchsgütern einsparen. Möbel zählen da ganz vorne mit.

Für die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Nürnberg sind es nicht nur die gestiegenen Rohstoffpreise, die zur Kaufzurückhaltung führen. Der Verbraucher glaube einfach nicht daran, dass die deutsche Wirtschaft genug eigene Kraft habe, einen nachhaltigen Aufschwung in Gang zu setzen. Demnach wage er auch nicht zu hoffen, dass sich seine Einkommenssituation bessern werde. Die Krisen großer Firmen wie Karstadt-Quelle oder Opel verstärken die Befürchtungen.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband erklärt es mit Emnid. Das Meinungsforschungsinstitut fand heraus, dass auch künftig fast jeder Dritte weniger kaufen will. Aus Angst vor Arbeitslosigkeit und Einkommensverlusten. In dieser Lage schiebt er sein bisschen Geld lieber auf die Bankkonten. Banken, Sparkassen und Bausparkassen sind - wie grotesk - äußerst happy.

Wer nun meint, die Möbelbranche werde den Kunden endlich zum König machen und ihm ein tolles Kauferlebnis einschließlich Preiswunder verschaffen, sieht das zu arglos. Im Gegenteil: Möbelkäufer, die sich schlau gemacht haben, merken ganz brutal, dass sie höllisch aufpassen müssen, wenn sie nicht gnadenlos gerupft werden wollen.

Übrigens: Meine Aussage in der Überschrift "Möbel verstauben im Laden" ist nur symbolisch gemeint. Aus der Sicht des Möblers gilt das Gegenteil: Wenn Möbelmodelle "sich drehen", das heißt ständig gekauft werden und demnach Umsatz bringen, müssen sie als Musterstück möglichst lange stehen bleiben. Denn ist das Stück erst weg, sieht es und kauft es niemand mehr. Und Nachschub dauert.

Er dauert deshalb, weil industriell gefertigte Möbel meistens nicht auf Vorrat produziert werden. Ausnahme: Mitnahmemöbel oder beispielsweise Aktionsmöbel für Tchibo oder Aldi, der bei einer Non-Food-Aktion bekanntlich für jede Filiale etwa 10 Stück Aktionsware ordert. Genau genommen ist das aber Vorrat des Discounters, nicht Vorrat des Herstellers. Alles in allem bleibt es dabei: Die Möbelindustrie produziert weitgehend nur auf (Nach)Bestellung.

Das erklärt auch, warum selbst in einer Flaute die Lieferzeiten immer noch zu lang sind. Es erklärt, aber es rechtfertigt nicht.




2. Möbelkauf im Internet: Retour einfach so?


"Ohne die Sicherheit des Rückgaberechts wäre es natürlich abwegig, an einen Möbelkauf via Internet auch nur zu denken."

Dieser denkwürdige Satz stammt nicht von mir. Schauen Sie mal nach in der Leserecke weiter unten. Einer meiner Leser hat leichthin Volkesmeinung treffend formuliert. Aber wie bekommt man diese Sicherheit des Rückgaberechts?

Durch Gesetz natürlich. Hand aufs Herz. Haben Sie nicht auch schon danach gerufen, der Staat müsse über dieses oder jenes unbedingt ein Gesetz erlassen? Das ist ein tief in uns verwurzelter Ruf nach dem Staat. Und plötzlich wundern wir uns darüber, was der Staat alles geregelt hat. Zuviel, geht uns ein Licht auf. Da dreht sich ein öffentlich-rechtlicher Teufelskreis.

Ein solcher dreht sich zurzeit bei den Retouren von Waren, die per Internet oder Versandhandel gekauft wurden. Genauer gesagt, bei den Kosten für Rücksendungen. Seit 2000 ist gesetzlich geregelt, dass die Rücksendekosten zu Lasten des Händlers gehen, wenn der Kaufpreis der retournierten Ware 40 € übersteigt. Liegt der Kaufpreis darunter, muss der Käufer die Rücksendekosten selbst bezahlen.

Die Kostenregelung bis 40 € Kaufpreis scheint von allen Beteiligten akzeptiert zu sein. Nicht jedoch beim Wert darüber. Zumal solche Retouren oft bis zu einem Drittel der Umsätze ausmachen. "Das ist Missbrauch des Rücksenderechts", schreit die Lobby des Internet- und Versandhandels. Die Kosten soll der missbrauchende Rücksender gefälligst selbst tragen. Hallo Staat beziehungsweise Parlamentarier, bitte regelt das per Gesetz.

Parlamentarier tun nichts lieber als das. Was hätten sie denn auch sonst zu tun, wenn nicht Gesetze zu beschließen wären? Aber so einfach ist das mit dem Gesetze machen nicht. Denn da sind ja noch die Bedenken-Träger in Gestalt von Ministerialbeamten. Ihre bedenklichen Gedanken folgen durchaus der Logik. Die Interessenlage wird deshalb immer komplizierter.

Das führt dazu, dass der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat eingeschaltet werden muss. Und der legte am Abend des 27. Oktober 2004 tatsächlich fest, dass alle Retouren vom Käufer bezahlt werden müssen - natürlich mit Ausnahmen.

Und plötzlich kommt bei der Lobby des Internet- und Versandhandels Muffensausen auf. Es könnte doch sein, dass nun der Internetsurfer oder Katalogwälzer seine Bestellungen einschränkt. Das wären dann ja Umsatzrückgänge. Die Presseagentur Reuter musste deshalb schnellstens eine offizielle Verlautbarung des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (BVH) verbreiten: Die Kosten für die Rücksendung werden auch in Zukunft nur ausnahmsweise in Rechnung gestellt werden.

"Mensch Maier", sagt plötzlich irgendwo ein Lobbyist und klopft sich erkenntnisinnig mit der flachen Hand gegen die Stirn, "das ganze Theater war unnötig! Den Staat und ein Gesetz hätten wir ja gar nicht gebraucht. Die Kosten der Retouren werden doch seit eh und je in die Preise einkalkuliert."




3. MÖBEL-TIPPS-Spotlight: WK Wohnen


WK Wohnen
Im Gefierth 9 A
63303 Dreieich
WK Wohnen

Wenn ich in jungen Jahren ein Möbelhaus mit dem Zeichen WK Wohnen entdeckte, zum Beispiel Markstahler + Barth in Karlsruhe oder Max Groth in Dortmund, beäugte ich fast ehrfürchtig die schicken Möbel. Sie erschienen mir als der Inbegriff zeitloser Eleganz. Eine Möbelmarke, die es mir angetan hatte.

Nachdem ich selbst in der Möbelbranche tätig wurde erfuhr ich, dass es die Idee der Verbandsgründer von 1912 gewesen war, Wohnen zur Kunst zu machen. Daher also WK. Damals wie heute darf ein handverlesener Kreis von Möbelhäusern dieses Konzept unter die betuchte Kundschaft bringen. Zurzeit findet man in der Bundesrepublik etwa 120 solcher Edelmöbler, die Gesellschafter und Lizenznehmer bei WK Wohnen sind.

Ich glaube, es war Mitte der neunziger Jahre, als ich von handfesten Problemen der erlauchten Gesellschaft erfuhr. Trotz etablierter Markeneigenschaft war der Modellverband ins Trudeln geraten. Schuldenberge hatten sich angehäuft. Sie entwickelten einen gefährlichen Sog auf die Gesellschafter.

Die Branche beäugte das Geschehen teils schadenfroh, teils sorgenvoll. Doch dann kam der Retter in Gestalt eines anderen, mächtigeren Möbelverbandes: MHK, 63303 Dreieich, besser bekannt als "Musterhausküchen".

Es war das Möbelflautenjahr 2001, als MHK die Liquidität der WK sicherte und sich damit den noblen Modellverband ans Bein band. Das ging nicht ohne Neufirmierung. Aus WK Wohnen, 70771 Leinfelden-Echterdingen, wurde WK Dreieich.

Die Möbelwelt atmete auf. Dem Chef des MHK, Hans Strothoff, und seiner Verbandsmannschaft traute man zu, die ehrwürdige WK-Philosophie durch zeitgemäßes Marketing mit neuem Leben zu erfüllen und so die selbstbewussten WKler in eine geldbringende Zukunft zu führen.

Wie mir scheint, ist das bisher nicht gelungen. Strothoff gibt der Fachpresse gegenüber zu, dass die Schuldenlast in den letzten 3 Jahren nicht wesentlich abgebaut werden konnte. Und die Verkaufszahlen der feinen Möbel stimmen auch nicht. Das lähmt. Da muss ein Befreiungsschlag her. Strothoff hat dazu bereits ausgeholt: In einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung schrieb er das Menetekel Insolvenz an die Wand. Zur Abwehr bot er eine neue schuldenfreie WK Wohnen GmbH & Co. Möbel Marketing KG an. Wer da hinein will, muss Bedingungen erfüllen. Welche das sind, wurde nicht publik. Meines Erachtens können das nur sein: Der neue elitäre WK-Händler muss Umsatz garantieren und die vorgegebenen Preise einhalten.

Letzteres ist der Knackpunkt für den cleveren Möbelkäufer. Er geht an sein Bücherregal, greift sich den Ratgeber Clever Möbel kaufen heraus und vergewissert sich, wie er vorzugehen hat, um auch beim Kauf von WK-Möbeln zu sparen.




4. MÖBEL-TIPPS-Leserecke


Der Versandhandel macht es genau so wie der stationäre Möbelhandel: Der Kunde soll möglichst dumm gehalten werden. Da schreibt mir Herr Schreck:

4.1. Otto verrät keinen Hersteller

Zuerst möchte ich sagen, dass ich Ihr Buch mit viel Interesse und Vergnügen gelesen habe. Gekauft hatte ich es, weil ich seit einiger Zeit auf der Suche bin nach einem Bett mit einem gepolsterten Kopfteil, denn ich setze mich sehr gerne zum Lesen ins Bett.

Es sollte bezahlbar sein und einigermaßen gut aussehen, was bei Polsterbetten ja an sich schon ein Problem ist. Da ich passionierter Fußgänger bin und in einer Stadt ohne Möbelhäuser wohne, habe ich mich also im Internet umgesehen und endlich bei Otto-Baur-Schwab ein Polsterbett im Kolonialstil gefunden, das mir gefällt, soweit man das anhand der Abbildung und der mickrigen Artikelbeschreibung beurteilen kann. Es kostet 699,00 €.

Nun habe ich angefragt, ob ich dieses Polsterbett auch ohne Matratze erwerben kann. Antwort natürlich: Nein. Nächste Frage: Wie viele Leisten hat der Federholzrahmen? Ich will nämlich eine Kaltschaummatratze reinlegen. Antwort: Man müsse beim Hersteller nachfragen, was etwa 3-4 Werktage dauere! Ich schrieb an Schwab, dass ich gerne den Hersteller wüsste, weil ich noch weitere Fragen zur Polsterung etc. hätte.

Keine Chance. Sie nennen mir einfach den Hersteller nicht. Keine gute Kundenpolitik, finde ich, trotz des gesetzlichen Rückgaberechts. Man kauft die Katze im Sack. Könnten Sie mir einen Tipp geben? Ob es wohl noch andere Händler für solche Betten gibt? Ich habe im Internet herumgesucht, aber nichts gefunden.



Und jetzt werden Sie fragen, was das alles mit dem berühmten US-Präsidenten J.F. Kennedy zu tun hat. Kennedy hatte am 15.03.1962 eine Verbraucherproklamation heraus gebracht, die unter anderem ein Recht auf Information postulierte. Seither gibt es auch den Weltverbrauchertag, siehe Möbel-Tipps #31 vom 01.04.03. Am deutschen Konsumenten ging dies allerdings bis heute unbemerkt vorbei. Schlimmer noch: Erst vor Kurzem wurde eine Gesetzesinitiative der rot-grünen Bundesregierung zur Verbesserung der Verbraucherinformation wieder gekippt.

Ich war meinem Leser aber eine Antwort schuldig. Sie lautete:

"Lieber Herr Schreck, bei so viel Ignoranz und Missachtung der berechtigten Verbraucherinteressen kann man nur gemein sein: Das Bett bestellen und liefern lassen; das gelieferte Stück und auch die Verpackung daraufhin untersuchen, wer der Hersteller ist; anschließend sofort vom Rückgaberecht Gebrauch machen und das Ding zurück schicken; ferner anhand des nun bekannten Herstellers den Möbelkauf nach der Strategie des Fünf-Schritte-Möbeldeals wiederholen."


So rigoros wollte Herr Schreck jedoch nicht vorgehen. Er schrieb:

Besten Dank für Ihre Mail. Ohne die Sicherheit des Rückgaberechts wäre es natürlich abwegig, an einen Möbelkauf via Internet auch nur zu denken. Zumal die Artikelbeschreibungen der gängigen Versandhäuser derart mickrig sind, zumindest auf den Webseiten. Ich verstehe nicht, welche Absicht dahinter steckt.

Ich neige auch zu der von Ihnen beschriebenen "gemeinen" Methode, muss aber zugeben, dass es mir zu viel Aufwand ist, deswegen zweimal einen halben Tag freizuhalten für Anlieferung und Abholung. Vor allem habe ich den Verdacht, dass auf dem Bett dann gar kein Hinweis auf den Hersteller zu finden ist. Wahrscheinlich sollte ich mich doch mal auf die Socken machen und ein paar Möbelhäuser besuchen.




4.2. Reklamation

Und dann sind da immer wieder die Reklamationen, die keine sein dürfen. So schrieb Herr Berg:

Betreff: Bitte um fachmännischen Rat
Als eifriger und interessierter Leser Ihrer Tipps trete ich heute mit einer Bitte an Sie heran. Seit Anfang August diesen Jahres haben wir eine neue Möbelwand von Gwinner in unserem Wohnzimmer stehen. Es ist eine Echtholzwand aus Korpus Buche und Fronten seidenmatt altweiß lackiert.

Beim Abnahme-Protokoll haben wir es entweder nicht gesehen oder der Fehler ist erst jetzt nach ein paar Wochen aufgetreten: Die Kanten (Umleimer) der 5 Schubladenfronten haben Risse. Man sieht sie deutlich. Gleitet man mit dem Fingernagel quer zur Rissbildung über die Oberfläche, spürt man deutlich eine Vertiefung in der Rissflucht.

Auf unsere Reklamation hin schickte Gwinner uns seinen Gebietsvertriebsleiter (GVL) auf den Hals, der uns wohl blöden Endverbrauchern verdeutlichen sollte, dass es sich hier um ein Naturprodukt handelt, welches eben arbeitet (ach nee?!). Da könne es schon mal vorkommen, dass beim Umleimer die Maserung herauskommt. Dies berechtige auf keinen Fall zur Reklamation. Um uns aber entgegen zu kommen, biete er 100 € Preisnachlass.

Natürlich weiß ich, dass Holz "arbeitet". Nur, was meinte der GVL mit: "da kommt die Maserung durch"? Wie soll das gehen, wenn die Holzoberfläche überall mit Decklack zu ist? Habe ich da irgendetwas falsch verstanden? Mit freundlichen Grüßen Markus Berg



Ich komme mit der Aussage des GVL auch nicht klar. Ich schrieb:

"Hallo Herr Berg, Risse sind nach allgemeinem Verständnis schadhafte Stellen in der Oberfläche. Maserungen sind naturgegebene Strukturen und demnach kein Schaden. Genau darauf will der GVL mit seiner Aussage wohl hinaus. Ich aber sehe aufgrund Ihrer Schilderung die Risse als Mangel an. Wenn dieser nicht behoben wird, würde ich den Kauf rückgängig machen. Das muss man allerdings nach gewissen Spielregeln richtig anpacken. In meinem Ratgeber 'Clever Möbel kaufen' habe ich ausführlich darüber geschrieben."


Hinweis: Ich führe keine Rechtsberatung durch. Ich gebe hier nur meine Sicht der Dinge wieder.




5. Neueröffnungen und Geschäftsaufgaben: Kommen, Gehen oder Bleiben(?) im Möbelhandel


5.1. Kommen (Neueröffnungen)


Möbel Kabs
Walddörfer Straße 140-142 (neben TOOM)
22041 Hamburg (Wandsbek)
Möbel Kabs

In ihrem Verwaltungssitz Werner-Siemens-Str. 63 in 22113 Hamburg-Billbrook denken die Brüder Kabs laufend darüber nach, wie sie ihre Polstermöbel an immer mehr Frauen und Männer bringen können. Darin unterscheiden sie sich nicht von allen anderen Möblern. Der Unterschied besteht vielmehr darin, dass es auch klappt. Sie haben kürzlich in Wandsbek im ehemaligen Möbelhaus Unger ihre 8. Filiale mit 6.000 qm Verkaufsfläche eröffnet. Das soll aber noch nicht das Ende sein, sagen die Brüder. Natürlich müssen dabei die Polsterkäufer weiterhin mitmachen.


Grüner Krebs Möbel und Wohnaccessoires
Erbprinzenstr. 21
76133 Karlsruhe

eröffnete eine neue Filiale:

Lifestyle Möbelhaus
Pfinztalstr. 90
76227 Karlsruhe

"Grüner Krebs" ist kein Tier, sondern steht für die Namen der Inhaber Wenzel Grüner und Volker Krebs. Es ist ihnen gelungen, mit trendigen Möbeln ihre spezielle Kundschaft zu finden und zu binden. Im Branchenjargon heißt das erfolgreiche Nischenpolitik. Jetzt wurde in der ehemaligen Badischen Maschinenfabrik im Karlsruher Stadtteil Durlach ein weiteres trendiges Zeichen gesetzt.



5.2. Gehen (Geschäftsaufgaben)


Kellmer - Kompetenz in Einbauküchen
Striekenkamp 4
28777 Bremen

Küche & Co. Dümpelmann Einbauküchen
Mewer Ring 8
58454 Witten

Das Küchenteam H. + B. Kipper Einbauküchen
Tholeyer Str. 20
66822 Lebach

Es erstaunt mich etwas, dass ich diesmal gehäuft Meldungen über Geschäftsaufgaben (Abschied aus welchen Gründen auch immer) von Küchenmöblern erhalten habe. Denn dieser Branche wird ein, wenn auch bescheidener, Aufschwung zugetraut.



5.3. Bleiben(?)


Möbel Oppelt
Buckower Damm 7-9
12349 Berlin

Veronika, Insolvenz ist da ... Die kessen Berliner kennen keine Scheu, alte Schlager ironisch abzuwandeln. Sie werden aber nach dem Lenz des Jahres 2005 beobachten können, dass die Möbel-Immobilie sich neu belebt. Der "österreiche" Möbelriese Lutz hat sie erworben und kann nun endlich seinen eigenen Berliner Boden küssen. Er will ein Möbelix aus dem Haus machen.


Möbel Falterer
Haager Str. 11
85435 Erding

Der Chef Ludwig Falterer zog die Konsequenzen und klopfte an die Tür des Insolvenzgerichts. Was wird Ludwigs Mama, der die Immobilie gehört, jetzt machen?




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