Möbel Preisvergleich: Wie mache ich es richtig?
Jeder, der etwas kaufen will, möchte möglichst wenig dafür bezahlen und vergleicht deshalb die Preise - sollte man meinen.
Manche tun es nicht. Sie haben es vielleicht nicht nötig oder keine Lust dazu. Okay, es gibt ökonomische Gründe, es manchmal nicht zu tun, z.B. wenn der Aufwand (Zeit, Kosten) größer ist als eine mögliche Ersparnis. Das kann man aber nur dann wirklich beurteilen, wenn man den Markt genau kennt. Und wie hat man sich eine solche Kenntnis verschafft? Durch Preisvergleich in früheren Zeiten.
Ein Preisvergleich ist nur dann überflüssig, wenn es sich um einen speziellen Markt mit zwei, drei Akteuren handelt. Denn Preisunterschiede gibt es da kaum. Nicht so auf dem Möbelmarkt. Preisvergleich ist hier Pflicht. Geht es doch durchweg auch um höhere Beträge.
Manche Möbelhändler nutzen diese Pflicht zu Werbezwecken, beispielsweise mit dem Spruch: Kein Möbelkauf ohne Preisvergleich.
Solche Möbler zielen auf die harmlosen Preisesammler. Diese verbuchen es bereits als Erfolgserlebnis, wenn sie bei ähnlich aussehenden Möbelstücken unterschiedliche Preise bemerken. Der richtige, ich nenne ihn "scharfer Preisvergleich", ist das aber nicht.
Der entscheidende Punkt beim scharfen Preisvergleich ist die Frage: Wer stellt die Möbel her?
Diese Fragestellung aus Kundenmund hasst der Möbelhändler jedoch: Er weiß, dass der gleiche Produzent auch seine Konkurrenz beliefert. Und er weiß auch, dass irgendeiner seiner Mitbewerber das gleiche Modell in gleicher Ausführung billiger verkauft. Also antwortet er nebulös: "Das ist ein exklusives Verbandsmodell". Nur nicht die Identität des Möbelstücks preisgeben, wie Hersteller, Produktname des Herstellers, Ausführungsdaten (z.B. Bezugsstoff) usw.!
Der clevere Möbelkäufer stellt deshalb die direkte Frage nach dem Hersteller erst gar nicht. Er weiß aber, mit welchen Fragen er trotzdem sein Ziel erreicht. Ja, das ist meist richtige Detektivarbeit. Doch diese "under-cover-Ermittlungen" lohnen sich: Preiseinsparungen in Höhe von 20 - 40% sind keine Seltenheit. Wollten Sie nicht schon immer Detektiv werden?
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