Wer sagte da "Vagabundierender Möbelkonsument"?
"Ja, ich war das!", meldet sich Prof.Dr. H. Diller von der Universität Erlangen-Nürnberg. Er hat in Zusammenarbeit mit der GfK (Gesellschaft für Konsumentenforschung) in Nürnberg die deutschen Verbraucher typisiert.Obenan stellt er die Aussage:
"Wir befinden uns auf dem Weg zur single society, was weitreichende Folgen für das Marketing hat. Der soziale Druck der Familie zu konformem und stetigem Verhalten in der Konsumgesellschaft sinkt, was hybrides (zwitterhaftes) Verhalten erleichtert."
Und dann geht's los:
Neuer Konsument: Seine typische Eigenschaft ist Individualität. Er ist sprunghaft, launisch und freut sich über seine Unberechenbarkeit. Erst kauft er preisbewusst, später verschwenderisch.
Vagabundierender Konsument: Er ist sprunghaft und bewusst irrational. Er pendelt zwischen Luxus und Bescheidenheit. Meistens sind es Leute mit überdurchschnittlichem Einkommen.
Multidimensionaler Konsument: Für ihn ist Freizeit wichtigster Lebensinhalt. Er konsumiert, weil er erleben will, nicht besitzen. Bei Gütern des täglichen Bedarfs ist er sehr preisbewusst, ansonsten guckt er nicht aufs Geld.
Multioptionaler Konsument: Er sucht das Exotische - den orientalischen Händler, das Designer-Outlet, den urigen Wochenmarkt, Shopping-Wochenende in New York.
Smart Shopper: Er ist jung und sehr preisbewusst und immer auf der Suche nach dem günstigsten Angebot.
Na also. Aber: Diese 5 Verbrauchertypen umfassen nur 15% aller Verbraucher. Die anderen bleiben bei den althergebrachten Kaufgewohnheiten: Keine Experimente, Freude am Status "Stammkunde", Bevorzugung der mittleren Preislagen.
Ob Prof. Diller wohl bald den neuen Typus "Cleverer Möbelkäufer" entdeckt? Der ist übrigens nicht zu verwechseln mit dem Smart Shopper!
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