Bretz Möbel - Cultsofa Sofas: Tipps und Infos
Bretz Wohnträume
Alexander-Bretz-Str. 2
55457 Gensingen
Die polsternden Rheinhessen in Rheinland-Pfalz, die in Gensingen bei Bingen residieren und Bretz heißen, haben seit kurzem einen prima neudeutschen Spruch drauf: Manufactured since 1895.
Für mich heißt das: Als ich heranwuchs, waren Bretz Polstermöbel schon 60 Jahre auf dem Markt. Später, als ich in der Blüte des Lebens stand, genoss dieser Polstermöbel-Hersteller in vollen Zügen die Segnungen der überbordenden Branchenkonjunktur. Wir, meine Frau und ich, trugen zu seinem Segen bei, weil auch wir Anfang der 1980er Jahre uns ganz privat den Renner der Sofas-Produktpalette, das Bettsofa Cala, ins Haus stellten.
Als wir, die wir ja auch Händler waren, ein paar Jahre später Verkaufsaktionen mal wieder mit der Bretz Möbel Kollektion starten wollten, war das Unternehmen plötzlich nicht mehr da. Es war pleite.
Als wir später gar nicht mehr an die Bretz Möbel dachten, meldete er sich wieder. Aus alter Anhänglichkeit orderten wir seine Polstermöbel für unsere nächste Verkaufsaktion. Er lieferte uns neben den klassischen Sofas zunehmend andere, poppig anmutende Kreationen. Als wir etwas dumm darauf guckten, deutete Vater Bretz auf seine Söhne. Irgendwie fiel damals schon der Name Bretz Brothers.
Eine eigenartige Szene ist bei mir haften geblieben. Ich glaube es war in 1994. Vater Bretz saß bei mir auf dem oben erwähnten Bettsofa Cala, das ich inzwischen in mein Büro verbannt hatte. Während ich an meinem Schreibtisch den fälligen Scheck ausstellte, schaute sich Vater Bretz seine Cala verstohlen an. Damals meinte ich, in seiner Mimik eine Mischung aus Stolz und Wehmut erkannt zu haben.
Die Söhne Dr. Hartmut und Norbert Bretz haben es dem Papa dann gezeigt, wie man es ohne Cala macht. 1995 gelang ihnen der Durchbruch am Möbelmarkt mit dem Cultsofa by Bretz Brothers Design. Seitdem läuft ein systematischer Markenaufbau mit dem Cultsofa.
Wenn ein Hersteller eine Möbelmarke etablieren will, darf er sich nicht alleine darauf verlassen, dass die Händler vor Ort es schon richten werden. Nein, er muss sich selbst direkt dem Verbraucher präsentieren und sich ihm öffnen. Publikumswerbung nennen das die Marketingexperten.
Ob die Bretz Brothers tatsächlich total auf die Verbraucher eingehen, wird sich zeigen, wenn der clevere Möbelkäufer auftaucht. Der wird nämlich beispielsweise per Kontaktmail nach einer Produktbeschreibung mit Qualitätsmerkmalen der Sofas und Polstermöbel fragen. Was wird dann wohl rüber kommen?
Auf jeden Fall wollen die Bretz Brothers bei der Publikumswerbung finanziell nicht kleckern, sondern klotzen. Zum Klotzen gehören Flagships. Was das ist? Auf deutsch, beziehungsweise halbdeutsch heißt das: Exklusive Vorzeigeläden. Zwei Bretz Flagships gibt es bereits, in München und in Aschaffenburg. In Kürze sollen es zehn werden.
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